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RE: TSV Aachen - Ancoron - 29.05.2008

Kucker: Aachens Trainer im Interview

Kucker: Ancoron, was überwiegt? Die Enttäuschung, dass Sie in der entscheidenden Phase den Anschluss nach ganz oben verpasst haben, oder die Freude über den souveränen Klassenerhalt?
Ancoron: Ganz klar die Freude über den Klassenerhalt. Das uns dies so deutlich gelingt hätte uns doch niemand zugetraut. Auch wenn dies eindeutig das Jahr der Aufsteiger war, haben uns, was den Weg nach oben angeht, der kleine Kader und das kleine Stadion das Genick gebrochen.

K: Inwiefern kann man dem Stadion die Schuld geben?
A: Wir bewegten uns in dieser ersten Erstligasaison auf einem finanziell sehr schmalen Grat. Zwischen Spielergehältern und Stadioneinnahmen lag eine negative Differenz. Als wir uns dann mit Sperren und Verletzungen herumschlagen mussten, blieb kein Geld mehr, den Kader zu vergrößern. Hier werden wir jetzt in der neuen Saison entgegenwirken.

K: Wie soll das geschehen?
A: Wir werden einen Block komplett renovieren und einen weiteren deutlich ausbauen. So können mehr Zuschauer unsere Spiele verfolgen und wir können auch eine leichte Anhebung der Eintrittsgelder vornehmen.

K: Sind Sie sicher, dass Sie ein größeres Stadion mit höheren Eintrittspreisen füllen können?
A: Unser Stadion war in der letzten Saison durchschnittlich zu 96,40% ausgelastet. Davon lagen 100% Auslastung bei den Logen. Ich sehe schon ein Interesse an unserem Verein und kann mir auch vorstellen, dass bei höherer Qualität auch höhere Preise akzeptiert werden.

K: Was wird sich am Kader ändern?
A: Wichtig ist, dass unser Kader breiter wird. Außerdem müssen wir den Kader nach wie vor verjüngen. Durch die zusätzlichen Einnahmen aus dem Stadion erhoffe ich genügend Zusatzeinnahmen, damit zwei bis drei gute, junge Spieler verpflichtet werden können. Vielleicht werden wir auch schon den ein oder anderen "alten Hasen" ersetzen, jedoch darf man nicht vergessen, dass wir mit dieser Mannschaft die Klasse souverän gehalten haben, also besteht sportlich kein Bedarf, laufende Verträge aufzulösen.

K: Zumal eine Vertragsauflösung bei einem verdienten Spieler aus rein finanziellen Gründen nicht auf Gegenliebe bei den Fans stoßen wird.
A: Sicherlich. Da kann ich die Fans auch verstehen. Rein emotional würde ich gerne jedem aus diesem Team einen Rentenvertrag geben - jedoch geht es um das sportliche und finanzielle Überleben des Vereins... da muss ich auch mal eine eher unpopuläre Entscheidung treffen.

K: Gibt es denn etwas Konkretes zu den Kaderplanungen?
A: Zuerst lassen wir uns von den Angeboten des Transfermarktes überraschen, dann können Sie sich von unseren Aktivitäten überraschen lassen [lacht].

K: Wollen Sie schon etwas über das Saisonziel der nächsten Spielzeit sagen?
A: Auch wenn ich nicht wollte, würden Sie mich doch eh nicht in Ruhe lassen. Also sage ich: Wir wollen Meister werden und ansonsten nicht absteigen. Wichtiger ist für mich jedoch, den bisherigen soliden Sockel des Vereins weiter auszubauen und zu festigen. Der Rest kommt dann ganz von alleine.

K: Vielen Dank für das Gespräch.
A: Danke Ihnen. Und bis bald!


Aaachens Trainer: "Sind auf Abstieg vorbereitet" - Ancoron - 08.06.2008

Der Kucker durfte erneut den Aachener Trainer Ancoron interviewen. Seine Stimmung hat sich leicht zum Negativen gewendet - kein Wunder, denn sein Team belegt auf der Kucker-Rangliste einen Abstiegsplatz.

Kucker: Sie konnten Ihre Ziele zu Saisonbeginn nicht erfüllen...
Ancoron: Ja, Ihre Aussage ist korrekt. Die Einnahmen durch Sponsoren waren deutlich geringer als geplant. Somit haben wir zunächst den Blick auf das Sportliche gerichtet und erst anschließend in unser Stadion investiert.

K: Sie haben sich im Kader qualitativ verschlechtert.
A: Ja und nein. Wir haben enorm Geld eingespart und einen günstigeren, jüngeren Stürmer gekauft. Eine Verschlechterung sehe ich da nicht.

K: Sie verlieren aber auf jeder Position einen wirklichen Leistungsträger - Abwehr, Sturm und Mittelfeld.
A: Das stimmt soweit. Jedoch sind wir noch auf dem Transfermarkt aktiv und hoffen auf Ersatz.

K: Dieser wird aber nicht den Kader der letzten Saison nach unserer Wertung aufwerten können.
A: Ja... wir hatten bei unseren Bemühungen sehr viel Pech und müssen nun schauen, welche Spieler uns dennoch weiterbringen können. Wir wollten Geld sparen, den Kader verjüngen und breiter gestalten. Bis auf letzteres haben wir alles erfüllt - den Rest zeigen die nächsten Tage.

K: Dennoch hat Ihr Kader an Stärke einbüßen müssen.
A: Natürlich.

K: Sie haben letzte Saison eine Chance auf den Titel gehabt und diese auf Grund des schmalen Kaders herschenken müssen. Wo sehen Sie sich heute?
A: Wir kämpfen um den Klassenerhalt - mehr als vergangene Saison. Diesmal wird es wirklich knapp.

K: Sollte ein Verein wie Ihrer nach der vergangenen Saison nicht den Titel anstreben?
A: Auch hier gilt: Ja und nein. Natürlich wollen wir und unsere Fans den Titel. Aber wir haben letzte Saison am finanziellen Limit gearbeitet. Dieser Situation tragen wir nun Rechnung - im Gegensatz zur Konkurrenz konnten wir nicht genügend Geld investieren, was auch die vielen Absagen auf dem Transfermarkt erklärt. Jedoch sind wir auf der finanziellen Seite diese Saison deutlich besser aufgestellt.

K: Wie lautet also Ihr Saisonziel?
A: Klassenerhalt. Mehr ist nicht drin - auch wenn unser Umfeld es wünschen würde.

K: Und was passiert im Abstiegsfall?
A: Wir sind auf den Abstieg vorbereitet. Noch nie waren wir finanziell so gut aufgestellt wie jetzt. Wir bauen unser Stadion mit fast 99% Auslastung noch etwas aus und haben die Gehälter angeglichen. Zusätzlich wurde unser Kader verjüngt. Im Abstiegsfall gehen wir in allen Belangen als Favorit in die Saison und werden in die 1. Liga zurückkehren.

K: Und wenn Sie nicht absteigen?
A: Dann bleiben wir mit besten finanziellen Vorraussetzungen erstklassig. Dann spielen wir nächste Saison um die Meisterschaft mit - versprochen.

K: Ihr persönlicher Tipp?
A: Wir werden alles für den Klassenerhalt geben und können diesmal auch während der Saison reagieren. Demnach tippe ich natürlich auf den Klassenerhalt. Ich glaube an mein Team. Halten Sie uns die Daumen.


RE: TSV Aachen - Ancoron - 24.06.2008

Im Aachener Umfeld macht sich Unruhe breit - der Manager und Trainer in Personalunion steht zum ersten Mal seit Übernahme der Mannschaft in der Kritik. "Ein totaler Flopp", so titelte die SportBLÖD über die Vorbereitung und Kaderplanung. Kucker wagte erneut ein Interview, um die Sichtweise des Coaches zu erfahren.

Kucker: Es hat sich in den letzten Tagen nicht viel getan. Statt den Kader noch etwas aufzustocken, haben Sie einen weiteren Leistungsträger verloren. Wie kam es dazu?
Ancoron: Unser Plan den Kader zu verjüngen, Gehälter einzusparen und gleichzeitig den Kader zu vergrößern forderte natürlich einen massiven Umbruch im Mannschaftsgefüge. Jedoch haben fast alle unserer Wunschspieler unsere Angebote ausgeschlagen. Da die Regularien es derzeit nicht vorsehen, dass man Spieler, die einmal auf der Transferliste stehen, zurückzieht, mussten wir jetzt Abgänge verkraften, die wir nicht kompensieren konnten. Ich hätte Melchior gerne behalten.

K: Meinen Sie denn, dass er gerne in Aachen geblieben wäre, nachdem er schon zum Verkauf stand?
A: Melchior ist absoluter Profi. Ich habe ihm erklärt, dass ich seine Gehaltsvorstellungen sehr gut nachvollziehen kann, wir aber für das gleiche Geld zwei fast vergleichbare Spieler bekommen können. Auf Grund der vorhergehenden finanziellen Situation des Vereins hatte er dafür volles Verständnis und wäre sicher auch geblieben. Aber das Thema hat sich jetzt erledigt.

K: In Abwehr und Angriff konnten Sie trotz allem ein hohes Niveau halten, jedoch ist das Mittelfeld enorm geschwächt.
A: Genau. Aber wird sind noch aktiv, zumal wir im Sturm auch noch Alternativen benötigen. Eine Sperre oder Verletzung würde uns wie vergangene Saison in arge Bedrängnis bringen.

K: Demnach ist es schon korrekt, wenn ihre Saisonplanungen als Flop bezeichnet werden?
A: Ich kann es verstehen. Wie im letzten Interview schon gesagt stehen wir nun näher am Abstieg als in der Vorsaison. Aber man darf nicht vergessen: Wir stellen das jüngste Team der obersten Spielklasse und zahlen mit Abstand die geringsten Gehälter eben dieser Klasse. Zudem wurde ein Stadionblock ausgebaut, einer renoviert und ein weiterer befindet sich derzeit im Ausbau. Mit jedem Heimspiel erwirtschaften wir einen sechsstelligen Gewinn. Somit sind wir im Vergleich zur Vorsaison auch während dieser Spielzeit handlungsfähig und gehen dann auch mit besten Voraussetzungen in die nächste Spielzeit. Ach... und die Jugendförderung haben wir auch erhöht.

K: Den Fans würde sportlicher Erfolg aber sicher mehr gefallen...
A: Natürlich. Als Fan wünsche ich mir auch den sportlichen Erfolg. Aber als Manager war klar, dass wir langfristig mit der bisherigen Situation abstürzen würden. Vergleichen sie die Mannschaftsstärken mit der Vorsaison - wir wären mit einer teuren und alten Mannschaft sowie einem teilweise maroden und vor allem kleinen Stadion auch nur noch im Mittelfeld gelandet. Ich arbeite lieber mit einem einkalkulierten Ausrutscher, dem Abstieg, als mit einem unabwendbaren Absturz.

K: Eine Frage zum Schluß - wie erklären Sie sich die unzähligen Absagen von Spielern?
A: Bedauerlich sind die Spieler, die für ein wenig mehr Gehalt lieber in untere Klassen gewechselt sind. Aber das müssen sie natürlich selbst wissend. Schockierend waren die Fälle, in denen unterklassige Mannschaften horrende Gehälter geboten haben. Deren Managern steht dann wohl noch bevor, was ich jetzt hinter mir habe (zwinkert).

K: Dann wünschen wir Ihnen weiterhin viel Erfolg!
A: Danke! Vergessen Sie nicht - noch stehen wir nicht auf einem Abstiegsplatz (lächelt).


RE: TSV Aachen - Ancoron - 03.12.2008

Im verschneiten Aachen traf das 11 Kumpels Magazin den Aachener hauptverantwortlichen Ancoron, um mit ihm über die derzeitige Situation zu sprechen.

11 Kumpels: Sie haben in der letzten Saison mit den Schiedsrichtern gehadert. Wie kam es dazu?
Ancoron: Nun, wenn mit einer gewissen Regelmässigkeit eigene Spieler durch Gegnereinwirkung verletzt ausgewechselt werden müssen, aber man selbst statt des Gegners noch den ein oder anderen Platzverweis hinnehmen muss, finde ich das schon ungewöhnlich. Zumal ich von meinen Spielern kein hartes Einsteigen gefordert habe und sie sich auch ganz normal verhalten haben.

11K: Also denken Sie, dass Sie aufgrund von Benachteiligungen abgestiegen sind?
A: Nein. Wenn dem Tabellenletzten gegen uns ein Kantersieg gelingt, dann kann man nicht den Schiedsrichtern die Schuld geben. Wir hatten eine gute Ausgangsposition und haben es schließlich selbst versaut.

11K: Der direkte Wiederaufstieg ist das ausgegebene Ziel - aber es läuft noch nicht rund.
A: Direkt zu Beginn der Saison hatten wir wieder mit Sperren zu kämpfen, einige Neuzugänge waren verletzt. Jetzt steht mir wieder der gesamte Kader zur Verfügung, nur Schmidt hat noch einen Trainingsrückstand nach seiner Verletzung, ist aber einsatzfähig. Mit uns ist zu rechnen, alles außer dem Wiederaufstieg wäre eine herbe Enttäuschung, obwohl wir in der stärkeren der beiden Zweitligastaffeln gelandet sind.

11K: Im Pokal sieht es diesmal aber wirklich mau aus.
A: Nach der 6:0-Klatsche gegen CoD hatten wir trotzdem noch alles selbst in der Hand. Da wir aber gegen PHC nicht über ein 0:0 hinauskamen, müssten wir nun, wenn ich mich nicht vertue, einen 10-Tore-Rückstand in den letzten beiden Spielen aufholen.

11K: Sehen Sie gegen die beiden Fünftligisten dazu die Chance?
A: Beide haben sich bisher teuer verkauft, BSG Giraffenkotze hat sogar noch eine Chance auf's Weiterkommen. Das wird knallhart, aber im Fußball darf man ja auf Wunder hoffen. Wir werden auf jeden Fall alles versuchen.

11K: Nachdem Sie in der letzten Saison durchgehend schwarze Zahlen schreiben konnten, haben Sie nun in zwei teure Spieler investiert. Ein Risiko?
A: Wir haben Melchiors Abgang nie wirklich verkraftet, wie man in der letzten Saison gesehen hat. Deswegen haben wir nochmal gut nachgelegt und können uns dies jetzt auch leisten. Zwar ist unser Stadion nicht das größte, aber mit eines der schönsten. Außerdem ist unsere Fanbasis erstligareif, wie man auch beim ersten fast ausverkauften Spiel sehen konnte, obwohl wir die Preise für Liga 2 nicht gesenkt haben.

11K: Nach einer Preiserhöhung kamen aber zum zweiten Heimspiel weniger Besucher.
A: Ja, wir haben den Wink unserer Fans verstanden und die Preise wieder gesenkt. Auf jeden Fall können wir den Kader mit unseren Einnahmen finanzieren, für die Jugendförderung bleibt auch noch Geld. Nur große Sprünge während der Saison sind ausgeschlossen, aber ich vertraue dem derzeitigen Kader voll und ganz.

11K: Dann wünschen wir Ihnen viel Erfolg für die laufende Saison.
A: Vielen Dank!


PS@Mods: Bitte den Thread in Liga 2, Staffel I verschieben. I'll be back Wink


RE: TSV Aachen - Ancoron - 06.12.2008

Heute in der BLÖD-Zeitung:

STEHT DER TSV-COACH AUF DER ABSCHUSSLISTE?
Frühes Pokalaus *** Mittelfeld in der zweiten Liga *** Geheimtraining

Aachen. Es könnte besser laufen. Nach dem dummen Abstieg aus der ersten Liga, bedingt durch den Sparplan von Manager und Coach Ancoron, reichte es bisher in drei Spielen nur zu einem Sieg. Hinzu kommt das Pokalaus in der Vorrunde, bedingt durch eine jämmerliche Vorstellung gegen CoD (0:6) und das müde 0:0 gegen den Ligakonkurrenten PHC (momentan Platz 12). Die Spiele gegen die beiden Fünftligisten der Gruppe konnten zwar gewonnen werden, aber nicht gerade so souverän, wie man es von einem selbsternannten Aufstiegskandidaten erwarten würde.

Vorstand gibt Rückendeckung

Während Ancoron immer mehr in die Kritik gerät, gibt ihm der Vorstand Rückendeckung: "Er hat den Verein wieder in die schwarzen Zahlen geführt, sportlich konnten wir mit ihm unsere bisher größten Erfolge feiern. Wieso sollten wir ihm nun in einer schwierigen Phase das Vertrauen entziehen?" Doch meist sind gerade die Loyalitätbekundungen eines Vorstandes ein klares Zeichen dafür, dass es hinter den Kulissen rumort.

Geheimtraining

Hinzu kommt, dass Ancoron die enttäuschten Fans jetzt auch noch vom Training ausgeschlossen hat. Für eine Stellungnahme gegenüber BLÖD war er nicht zu sprechen. Nervosität in Aachen - ist das heutige Spiel gegen den kürzlichen Pokalgegner PHC das Endspiel für den Coach? Heute Nachmittag wissen wir mehr - wie immer exklusiv im BLÖD-Liveticker.


RE: TSV Aachen - Ancoron - 06.12.2008

PHC fertig Aachen ab - Ancoron bleibt

Trotz Geheimtraining und neuer taktischer Ausrichtung musste Aachen wiederum eine empfindliche Schlappe hinnehmen. Dennoch hält der Vorstand sein Wort und lässt den Trainer weiterarbeiten. Er zeigte sich nach dem Spiel sehr erbost über seine Mannschaft: "Es kann nicht sein, dass wir zweimal in Führung gehen und nach dem zweiten Mal das Fußballspielen einstellen. Wir hätten nachlegen müssen, stattdessen konnte der Gegner dank unserer Passivität in noch nicht einmal 15 Minuten das Spiel mit vier Treffern erst drehen und dann entscheiden. Sowas darf uns nicht passieren, wir haben die entsprechende Qualität im Kader. Das ist eine Kopfsache!"

Die angereisten Fans quittierten die Leistung des Teams mit lautstarken Pfiffen, anschließend blockierten sie den Mannschaftsbus und hinderten die Aachener somit an der Heimfahrt. "Die Jungs können froh sein, im Bus werde ich sie das Spiel anschauen lassen, zu Hause geht's erst nochmal raus auf den Trainingsplatz. Sie sollten sich bei den Fans für diese Schonfrist bedanken." bemerkte Ancoron sarkastisch, der sich anschließend den wütenden Anhängern stellte.


RE: TSV Aachen - Ancoron - 12.10.2009

kucker aktuell - TSV Aachen weich in Liga 3 gelandet

Eigentlich sollte der Abstieg in die 2. Liga nur ein kurzzeitiges Intermezzo sein. Manager und Coach Ancoron gab klare Ziele aus, um die Rückkehr in das Oberhaus schnell möglich zu machen: Ausgaben senken, Stadion ausbauen und das Team jünger und breiter aufstellen. Nach und nach wurden die finanziellen und strukturellen Ziele umgesetzt, doch der trotz aller Vorsätze recht dünn besetzte Kader bereitete allen sportlichen Träumen ein jähes Ende. Statt Aufstiegskampf bekamen die Fans Abstiegskrampf zu sehen. Nun wurde die zweite Liga tatsächlich verlassen, doch entgegen der großen Ziele in Richtung Drittklassigkeit. Kucker sprach mit dem Verantwortlichen.

Kucker: Wie groß war Ihre Enttäuschung nach dem Abstieg?
Ancoron: Eigentlich wollten wir in der letzten Saison das in der Vorsaison bei uns aufgetauchte Abstiegsgespenst verscheuchen. Der Kader verfügte über die notwendige Qualität, aber viele Verletzungen und Sperren führten dazu, dass nur selten das wirkliche Potential abgerufen werden konnte. Obwohl wir uns zwischenzeitlich gefangen haben, reichte es zum Schluss nicht ganz, da ist die Enttäuschung natürlich riesig.

K: Dennoch haben Sie jetzt nicht aufgegeben, sondern arbeiten auch in Liga 3 mit diesem Team weiter. Wieso?
A: Natürlich muss man sich nach einem solchen Abstieg selbst hinterfragen, vor allem, wenn man eigentlich nach oben schielen wollte. Aber ich spüre die Rückendeckung der Fans, der Mannschaft und der Vereinsführung. Der Klub ist finanziell sehr gut aufgestellt, unser Stadion fasst endlich mehr als 20.000 Zuschauer und zum Auftakt in der dritten Liga war es bis auf einige wenige Logenplätze ausverkauft. In den letzten Spielzeiten haben wir hier wunderbare Bedingungen geschaffen und die sollen jetzt auch wieder in sportlichen Erfolg umgesetzt werden.

K: Im Gehaltsranking der 3. Liga belegen sie Platz 2. Machen sie den finanziellen Erfolg jetzt durch Panik-Aktionismus wieder zunichte? Sie zahlen jetzt in Liga 3 mehr als zuvor in Liga 2.
A: Das stimmt zunächst. Doch die höheren Gehälter sind durch unsere hohe Stadionauslastung, die sich ja auch am 1. Spieltag in der 3. Liga bestätigt hat, durchaus finanzierbar. Außerdem ist der Kader jetzt breiter und qualitativ nochmals besser. Trotzdem muss ich Ihnen natürlich recht geben, dass der Betrag sehr hoch ist. Um von der Gewinn- nicht in die Verlustzone zu rutschen, müssten die Jugendförderungen vermindert werden. Das wiederum wollen wir vermeiden, immerhin sind auch diese Saison wieder drei gute Talente ins Team gestoßen, was wir nicht auf diese Weise quasi bestrafen wollen.

K: Und wie wollen sie das vermeiden?
A: Es befinden sich noch zwei Spieler auf der Transferliste. Ich wünsche ihnen, dass sie einen neuen Verein finden. Ansonsten werden wir uns mit ihnen über eine Auflösung des Vertrags sprechen. Sie haben es eigentlich selbst in der Hand, abhängig von den Gehaltsforderungen, die sie an potentielle neue Arbeitgeber stellen.

K: Sie denken dabei insbesondere an Störmann. Bereuen Sie es nicht, ihm einen so hochdotierten Vertrag gegeben zu haben?
A: Nein, keine Sekunde. Zu seinen besten Zeiten war alles außer einer 1,0 als Spieltagsbewertung in Ihrem Magazin eine Besonderheit. Das sollten Sie eigentlich wissen. Er war bisher jeden Cent wert, da gibt es nichts zu bereuen. Nur ist eben der Zeitpunkt gekommen, an dem er finanziell und auch vom Alter her nicht mehr in unser Mannschaftskonzept passt.

K: Zum Sportlichen: Sie sind mit zwei Siegen in die Saison gestartet. Haben Sie damit Ihre Durftmarke als Favorit gesetzt?
A: Natürlich war das ein toller Start. Auch bin ich davon überzeugt, dass unser Team definitiv eine Favoritenrolle übernehmen wird. Immerhin haben wir nominell den stärksten Kader. Aber erreicht haben wir noch gar nichts. Wir liegen alle recht nah beinander, aber aufsteigen können nur zwei. Deswegen müssen wir die Konzentration ständig oben halten. Auch die Disziplin muss stimmen, eine Flut von Sperren wie in der letzten Spielzeit dürfen wir uns nicht erlauben. Ich habe höchsten Respekt vor den anderen Teams in der Liga. Es wäre gefährlich, schon nach zwei Spieltagen das Projekt Wiederaufstieg als Selbstläufer zu sehen. Immerhin waren es auch knappe Siege, die Spiele hätten durchaus anders ausgehen können. Das sieht man vor allem im Pokal, wo wir mit etwas Pech gegen die Schurken verloren haben und dann gegen zwei unterklassige Teams jeweils mit einer Punkteteilung leben mussten. Soviel zum Thema nominelle Stärke.

K: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg!
A: Ich danke Ihnen! Bis zum nächsten Mal!


RE: TSV Aachen - Ancoron - 19.10.2009

Pokalaus in der Gruppenphase

Während den Aachenern der Ligastart rundum geglückt ist (9 Punkte aus 3 Spielen), zeigte man im Pokal eklatante Schwächen. Nur einen Sieg konnten die Spieler von Manager Ancoron in sechs Partien gegen überwiegend unterklassige Teams verbuchen. Um die Ursache zu finden ist nur ein kurzer Blick auf die Tabelle notwendig: Zwar erhielt man lediglich fünf Gegentreffer und rangiert damit in dieser Statistik auf Platz 2 hinter dem Spitzenreiter (Shurk's Schurken/3 Gegentreffer), aber mit lediglich sieben Treffern blieb man Offensiv deutlich auf Abstand zu den für die nächste Runde qualifizierten Teams (Schurken 13 Treffer, FC Uga-Agga 18 Treffer).

"Wir waren vorne häufig viel zu unkonzentriert, mussten oft unnötigen Rückständen nachlaufen. Gerade auf dem Papier schwächere Teams verstehen sich gut darauf, per Konter die entscheidenen Tore zu machen und die eigene Bude sauber zu halten. Hier müssen wir mehr Kreativität im Abschluss entwickeln, sonst bekommen wir in die Liga auch noch Probleme." merkt der enttäuschte Ancoron an. Recht hat er: Auch in der Liga gab es erst sieben Treffer zu bewundern, Rang fünf.

Hart trifft den Manager auch der verletzungsbedingte Ausfall von Schmidt (Notenschnitt 1,3), der aufgrund eines Meniskusschadens erst wieder in 40 Tagen ins Mannschaftstraining einsteigen kann. "Das bedeutet eine Schwächung der Abwehr" stellt Ancoron fest. Ein Grund mehr das vorhandene Offensivpotential bald abzurufen.


RE: TSV Aachen - Ancoron - 28.02.2010

11 Kicker Interview mit dem Aufstiegscoach

Nach nur einem Jahr konnte der TSV Aachen die sportliche Talfahrt stoppen. Eigentlich wollte man sich damals langsam wieder an die Aufstiegsplätze der 2. Liga heranarbeiten, doch dann folgte der unerwartete Abstieg in die Drittklassigkeit. Dennoch hat man die klare Linie der Vorjahre nicht aufgegeben und kehrt nun als Meister der 3. Liga (Staffel I) wieder in die "Zweite" zurück. 11 Kicker sprach mit dem Trainer der Aachener.

11K: Herzlichen Glückwunsch zum Wiederaufstieg. Die Erleichterung steht Ihnen in's Gesicht geschrieben.

A: Auf jeden Fall. Wir haben die Liga in der Hinrunde fast nach belieben dominiert, aber in der Rückserie ging uns die Konzentration verloren. Damit kam es ganz ungewollt zu einem Herzschlagfinale, das wir aufgrund der eigenen Niederlage nur dank Schützenhilfe überstanden habe.

11K: Ein Unentschieden hätte rechnerisch mit großer Wahrscheinlichkeit gereicht, dennoch haben Sie am letzten Spieltag auf Sieg spielen lassen. Eine taktische Fehlentscheidung, die sich fast gerächt hätte?

A: Ich halte "auf Unentschieden spielen" für eine grundsätzlich falsche Taktik. Wir können doch nicht als Tabellenführer beim entscheidenenen Spiel vor eigenem Publikum versuchen ein 0:0 zu halten. Falls es einen Fußballgott gibt, hätte er doch genau das bestraft. Dennoch gab es natürlich Fehler, die zu der Niederlage geführt und so den Blick auf die anderen Plätze notwendig gemacht haben. Erstens: Zwei meiner Jungs haben sich durch die raue Spielweise des Gegners provozieren lassen und sich Platzverweise eingehandelt. Zweitens: Wir haben auf die Unterzahl nicht angemessen reagiert und noch weiter aufgemacht. Punkt 1 ist eine Disziplinfrage, an der wir arbeiten müssen, Punkt 2 ist eine taktische Sache, mit der ich mich zu beschäftigen habe.

11K: Als sie aus der 1. Liga abgestiegen sind, lautete der Fahrplan "Finanzen stabilisieren", "Team verjüngen", "mittelfristig wieder aufsteigen". Wie sieht das jetzt nach dem nicht geplanten Ausflug in die 3. Liga aus?

A: Unsere Finanzen sind mittlerweile stabil, wir konnten sogar während der Saison durch Zuschauereinnahmen direkt wieder in unser Stadion investieren. Auch der Kader ist mittlerweile deutlich jünger. Natürlich wollen wir auch irgendwann wieder erstklassig sein, aber das braucht noch Zeit. Erstmal müssen wir die Klasse halten und uns wieder als Zweitligaverein etablieren. Immerhin werden die oberen Ligen ständig stärker, die Zweite spielt mittlerweile auf dem Niveau, das die erste damals hatte, als wir sogar mal zeitweise Meisterschaftskandidat waren. Wir können jetzt sicherlich Schritt halten, aber um auf die Überholspur zu gelangen, müssen wir weiter diszipliniert an den Randbedingungen wie z.B. am Stadion arbeiten.

11K: Wie wird sich ihr Kader zur neuen Saison verändern?

A: Haering ist bereits in Gesprächen mit einem neuen Verein, Stupido steht auch auf der Transferliste. Alle weiteren Verträge werden wir am Donnerstag nach den Leistungstests auf den Prüfstand stellen, unsere Leistungsträger wurden langfristig gebunden. Zusätzlich kämen drei Jugendspieler theoretisch für die erste Mannschaft in Frage, aber auch hier werden wir den Donnerstag abwarten. Tendentiell möchte ich 1-2 Verteidiger, 2-3 Mittelfeldspieler und 1-2 Stürmer verpflichten, aber hier müssen wir erstmal sehen, was der aktuelle Kader hergibt und wie die Verhandlungen mit den Sponsoren laufen.

11K: Klingt nach vielen Verpflichtungen. Haben Sie keine Angst, wieder in die roten Zahlen zu rutschen?

A: Nein. Wir rechnen in Liga 2 mit mehr als 600.000 Euro Einnahmen aus dem Ticketing je Heimspiel. Eine Zahl, die wir teilweise schon in Liga 3 erreicht haben. Damit haben wir genügend Spielraum.

11K: Wird das Stadion weiter ausgebaut?

A: Ein Block wird definitiv renoviert. Der weitere Ausbau steht im Gegensatz zu den vorherigen Spielzeiten jedoch hinter den Kaderplanungen an. Unser Projekt "Klassenerhalt" hat oberste Priorität, sollte dann noch Geld für den Stadionausbau bleiben, werden wir natürlich auch sofort wieder in die Zukunft investieren.

11K: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg in der neuen, alten Liga!

A: Gerne - und vielen Dank für die guten Wünsche[/b]!


kucker Interview - Der TSV stürzt wieder ab - Ancoron - 20.08.2010

kucker Interview - Der TSV stürzt wieder ab

kucker: Ancoron, Sie wollten mit Ihrer Mannschaft unbedingt den Klassenerhalt schaffen. Nach Expertenmeinungen und auch dem Verlauf der Hinrunde hätte dies auch souverän gelingen können. Was war los?

Ancoron: Wir zeigten die gleiche Schwäche wie schon in der Aufstiegssaison, nur hat uns das in dieser hochwertigeren Liga das Genick gebrochen. Unser Kader hat eine hohe Qualität, aber wir konnten Ausfälle, Leistungseinbrüche und vor allen Dingen auch müde Beine von Leistungsträgern nicht kompensieren, weil der Kader in der Breite nicht gut genug besetzt war. Dies führte zu einer Niederlagenserie im Endspurt, die uns von der Tuchfühlung an die Aufstiegsplätze bis auf den Abstiegsplatz beförderte.

k: Da das Problem aus der letzten Saison bekannt war, müsste man den Abstieg doch Ihnen als Manager anlasten.
A: Das Problem war bekannt und der Einbruch wurde auch befürchtet. Wir hatten aber das klare Ziel, die Klasse mit dem aktuellen Kader zu halten, Geld in das Stadion zu investieren und während der Saison über Zuschauereinnahmen noch die ein oder andere Verpflichtung zu stemmen. Leider war aber nur noch ein Transfer möglich, da die Zuschauerzahlen hinter den Erwartungen blieben und der Transfermarkt nichts passendes hergab.

k: Inwiefern haben Sie zur neuen Saison reagiert?
A: Das Ziel war es, den Kern des Kaders zu erhalten und qualitativ in der Breite zu verstärken. Wir haben jetzt schon einen stärkeren Kader als in der Vorsaison, aber noch nicht die gewünschte Breite, da mit dem Abstieg unsere finanziellen Möglichkeiten leicht gesunken sind. Wir tasten uns aber an Lösungen heran und werden in dieser Saison Ausfälle besser kompensieren können.

k: Sie haben die gesunkenen finanziellen Möglichkeiten angesprochen. Wie wollen Sie denn mit weniger Geld einen stärkeren und zugleich breiteren Kader finanzieren?
A: Eigentlich sollten in dieser Saison nur punktuelle Verstärkungen erfolgen und weitere Gelder in das Stadion gesteckt werden. Dem sportlichen Ziel müssen aber durch den Abstieg die Ziele im Umfeld untergeordnet werden. Glücklicherweise sind die Sponsoreneinnahmen nicht zu stark eingebrochen und die Fanbasis ist sogar gewachsen, aber vermutlich werden wir am Stadion nur Renovierungsarbeiten durchführen.

k: Sie haben das sportliche Ziel angesprochen. Das wird Aufstieg lauten?
A: Ja. Unsere Arbeiten sind darauf ausgelegt, dass der Zuspruch des Publikums ständig steigt und wir unser Stadion auf eine konkurrenzfähige Größe mit angemessener Auslastung ausbauen können. Langfristig würde uns das in Liga 3 nicht gelingen, ohne Abstriche im sportlichen Bereich zu machen. Und mal ehrlich: Auf'm Platz zählt letzten Endes. Unser Ziel ist nicht nur der Aufstieg, sondern wir wollen die Liga dominieren und damit zeigen, dass die Einbrüche der letzten beiden Spielzeiten der Vergangenheit angehören.

k: Das klingt, als würden Sie den Abstieg eher als Betriebsunfall sehen?
A: Auch hier haben Sie vollkommen recht. Wir haben vollen Respekt vor unseren Gegnern und erwarten starke Konkurrenz. Aber wenn wir davon sprechen würden, dass wir in Liga 3 "oben mithalten" wollen, dann hätten wir in den vergangenen Spielzeiten den falschen Plan verfolgt. Und der Plan hat nunmal das kurzfristige Ziel, den TSV in Liga 2 zu etablieren, um mittelfristig endlich wieder in die 1. Liga zu gelangen. Unsere Fans müssen viel zu lange darauf verzichten, weil wir damals struktuelle Fehler gemacht haben.

k: Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für die kommende Saison.
A: Ich habe zu danken.